Hawaii, das sind Palmen, türkisblaues Wasser und Vulkane. Wir waren mit einem offenen Jeep Wrangler unterwegs und erkundeten damit zwei Inseln, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Hier ging es weniger ums Fahren als ums Eintauchen, im wörtlichen Sinn.
Oahu, der erste Eindruck
Auf Oahu starteten wir in Waikiki. Die Wanderung zu den Manoa Falls führte mitten durch den Urwald, tropisch, grün und am Ende klatschnass, was bei dreissig Grad aber niemanden störte. Am Hanauma Bay schnorchelten wir fast drei Stunden zwischen unzähligen Fischen, und vom Diamond Head, einem alten Vulkankrater, genossen wir den Sonnenuntergang über dem Süden der Insel.

Big Island, Feuer und Sterne
Big Island ist eine andere Welt. Im Volcano National Park fuhren wir die Chain of Craters Road hinunter zum Meer, vorbei an erstarrten Lavafeldern, krochen durch eine Lavahöhle und sahen am Abend, wie der Kilauea in der Dunkelheit glühte. Ein eindrückliches, fast ehrfürchtiges Erlebnis.
Der Mauna Kea war ein Höhepunkt für sich. Bis zum Gipfel kamen wir wegen einer Sperrung zwar nicht, dafür genossen wir vom Besucherzentrum auf rund 2800 Metern erst einen Sonnenuntergang und danach einen Sternenhimmel, wie wir ihn noch nie gesehen hatten, inklusive Sternschnuppen und einem orange aufgehenden Mond.
Knapp über uns segelten Mantarochen mit vier Metern Spannweite durchs Wasser. Eine Erinnerung, die für immer bleibt.
Unter Wasser
Hawaii war auch unsere Tauchreise. Acht Tauchgänge standen am Ende zu Buche, mit riesigen Korallenlandschaften, Moränen und unzähligen Fischen. Der unbestrittene Höhepunkt war der Manta Night Dive: in der Dunkelheit, auf dem Grund sitzend, beobachteten wir gewaltige Mantarochen, die direkt über uns hinwegglitten. Dazwischen immer wieder Schildkröten und an einem Abend sogar zwei Delfine vom Boot aus.
Inselleben und Begegnungen
Zwischen den Tauchgängen erkundeten wir die Insel mit dem Jeep: die Akaka Falls mit 135 Metern, die Hauptstadt Hilo, den Norden bis zum Pololu Point und ein kleines Kaffeemuseum bei Captain Cook, wo man gratis durchprobieren konnte. An einer Strandbar lernten wir Chris kennen, einen Schotten, der vor fünfzehn Jahren für seine Leidenschaft, das Fischen, nach Hawaii ausgewandert war. Genau diese Begegnungen machen eine Reise rund.

Was wir aus dieser Reise mitgenommen haben
- Hawaii ist mehr als Strand. Vulkane, Höhenluft und Sterne gehören genauso dazu wie das Meer.
- Ein offener Jeep passt zur Insel. Klein, wendig und ideal, um spontan an versteckte Buchten zu fahren.
- Sonnenschutz ernst nehmen. Die Sonne ist intensiver, als sie sich anfühlt, ein Sonnenbrand war schnell passiert.
- Auf Aktivitäten vorbereitet sein. Für Tauchen und Schnorcheln lohnt es sich, Ausrüstung und Buchungen frühzeitig zu klären.
- Zeit für Begegnungen lassen. Die besten Geschichten entstehen am Rand des Programms.